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Aufruf zum Aufsatzwettbewerb der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main |
27.08.2008, 09:30 |
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Aufruf zum Aufsatzwettbewerb der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main:
"Das Verhalten von Rechtsanwälten (Rechtsanwaltschaft) und Justizangehörigen
(Justiz) im Kontext von Freiheit und Sicherheit"
Die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main ruft alle auf, die an dem Wettbewerb
teilnehmen wollen, ihre Arbeit bis zum 30.04.2009 bei der Rechtsanwaltskammer
Frankfurt am Main einzureichen.
Mit diesem Aufruf setzt die Rechtsanwaltskammer ihre Reihe von
Aufsatzwettbewerben fort, die sie 2004 mit dem Thema "Die Ethik des
Rechtsanwalts im Beruf - Ist auch in Zukunft an einem gemeinsamen Pflichtenkodex
der Rechtsanwälte festzuhalten?" begonnen hat. Damals war der Frage nachzugehen,
ob der Anwaltsberuf in der Zukunft allein durch wirtschaftliche oder auch durch
ethische Faktoren bestimmt ist, bzw. bestimmt sein soll.
Das aktuelle Thema stellt das Spannungsverhältnis von Freiheit und Sicherheit in
der heutigen Gesellschaft in den Mittelpunkt, das nicht nur die Gesetzgebung
entscheidend beeinflußt, sondern insbesondere das Verhältnis von Justiz und
Anwaltschaft. Anwaltlichen Rechte - wie das Schweigerecht und das Verbot der
Wahrnehmung widerstreitender Interessen - werden vom Gesetzgeber immer häufiger
als Privilegien des Anwalts und Ausdruck anwaltlicher Freiheit angesehen, die
dem Sicherheitsbedürfnis des Bürgers und der Gesellschaft entgegenstehen.
Dabei wird verkannt, dass die sogenannten Privilegien des Rechtsanwalts nicht
Rechte des Rechtsanwalts, sondern Schutz- und Freiheitsrechte des Bürgers sind.
Der Rechtsanwalt ist dazu der geborene Vertreter und Verteidiger der
Freiheitsrechte des Bürgers. Er muss seine mahnende Stimme erheben, wenn der
Staat die Freiheit zugunsten der Sicherheit immer häufiger einschränkt und
bisher geschützte Rechte des Bürgers aushöhlt oder gar aufhebt. Inwiefern
Freiheit und Sicherheit zum Wohl der Bürger in Einklang gebracht werden können,
ist immer wieder neu zu überdenken und muss ständiges Thema in der rechtlichen
und politischen Diskussion bleiben.
Gerade die von Amts und Berufs wegen mit dem Thema beschäftigten Richter und
Rechtsanwälte müssen sich nachdrücklich für eine angemessene Auslegung der
beiden wichtigen, staatstragenden Grundsätze Freiheit und Sicherheit
einsetzen.
Die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main will durch den Aufsatzwettbewerb
feststellen, ob es eine Verbindung zwischen dem Verhalten der Organe der
Rechtspflege und der Entwicklung von Freiheit und Sicherheit gibt. Können
Gesetze, können Urteile, können Verhaltensweisen der Organe der Rechtspflege
Freiheit und Sicherheit eines Volkes, eines Staates garantieren oder sind sie
nur Spielball mächtiger politischer oder wirtschaftlicher Interessen?
Es geht der Rechtsanwaltskammer um die eigene, die unmittelbare Beeinflussung
des Justizsystems im eigenen Land, im eigenen Bezirk, im eigenen Gericht oder
der eigenen Kanzlei.
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Für die besten drei Arbeiten ist ein Preisgeld ausgelobt.
1. Preis: 5.000,- €
2. Preis: 3.000,- €
3. Preis: 2.000,- €
Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch ein Kuratorium. Dem Kuratorium gehören
an:
Thomas Aumüller, Präsident des OLG Frankfurt
Axel C. Filges, Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer
Dr. Renate Jäger, Richterin am EGMR, Straßburg
Hartmut Kilger, Präsident des Deutschen Anwaltvereins
Prof. Dr. Herbert Landau, Richter am Bundesverfassungsgericht
Prof. Dr. Thilo Marauhn, Dekan der Universität Gießen (angefragt)
Prof. Dr. Ulfried Neumann, Dekan der Universität Frankfurt (angefragt)
Prof. Dr. Achim Schunder, Schriftleiter der NJW, Frankfurt
Prof. Dr. Dr. Dr. Lutz Simon, Präsident der Rechtsanwaltskammer Frankfurt.
Ausschreibungskriterien für den Aufsatzwettbewerb der Rechtsanwaltskammer
Frankfurt am Main:
1. Der Text des Beitrags soll mindestens 20 Seiten lang sein, jedoch 25 Seiten
nicht überschreiten (maximal 40.000 Zeichen). Er ist eineinhalbzeilig per PC und
geheftet zu erstellen.
Der Aufsatz soll folgende Randbreiten haben:
Links: 4,5 cm
Rechts: 1,5 cm
Unten: 2,0 cm
Oben bis zur Seitenzahl: 2,0 cm
Oben bis zur ersten Textzeile: 4,0 cm.
Der Text ist in deutscher Sprache in einheitlicher Schriftart mit Schriftgröße
12 zu erstellen und ist mit fortlaufender Seitennummerierung zu versehen
(unterhalb oder oberhalb des Textes).
Dem Text ist ein höchstens zweiseitiges Inhaltsverzeichnis voranzustellen, das
den Arbeitsablauf darstellt und ein Literaturverzeichnis anzugliedern. Beide
Verzeichnisse zählen beim Seitenumfang des Textes nicht mit. Den Schluss der
Arbeit soll ein ein- bis zweiseitiges Thesenpapier bilden.
2. Der Beitrag ist in dreifacher Ausführung zu übersenden. Er muss den Verfasser
klar erkennen lassen (Name/Adresse).
3. Der Beitrag darf vorher noch nicht in einer Zeitschrift, einem Buch oder im
Internet ganz oder auszugsweise veröffentlicht worden sein.
Stellt sich nachträglich heraus, dass der prämierte Beitrag nicht vom Verfasser
stammt, unter Verwendung nicht angegebener Literatur erstellt oder bereits
veröffentlich wurde, kann der Preis nachträglich entzogen werden.
Die Rechtsanwaltskammer übernimmt keinerlei Haftung für seitens des Autors/der
Autorin verletzte Schutzrechte - gleich welcher Art. Der Einsender versichert,
dass nach seiner Kenntnis derartige Rechte nicht betroffen sind.
4. Für prämierte Beiträge sowie Beiträge, die die Plätze 4. bis 10. belegt
haben, steht der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main das
Erstveröffentlichungsrecht zu. Dieses wird mit Einreichen des Beitrags vom Autor
der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main erteilt. Die Kammer wird in kurzer
Frist nach der Preisverleihung mitteilen, ob sie im Rahmen eines Sammelbandes
von diesem Recht Gebrauch machen wird.
5. Die Entscheidung über die Preisvergabe erfolgt in nicht öffentlicher Sitzung.
Sie wird der Autorin/dem Autor schriftlich mitgeteilt. Die anderen Autoren
werden ebenfalls benachrichtigt. Nicht prämierte Einsendungen werden nicht
zurückgesandt. Die Entscheidung des Kuratoriums ist endgültig. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
6. Der Beitrag ist portofrei bis 30.04.2009 einzusenden und an die
Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main
Bockenheimer Anlage 36
60322 Frankfurt am Main
E-Mail: Zobec@rak-ffm.de
Es gilt das Datum des Poststempels.
Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main
Der Präsident
(Prof. Dr. Dr. Dr. Lutz Simon) |
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Geschäftsführung  |
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